Gartenteich reinigen in wenigen Schritten

Im Frühling erwacht der Gartenteich mit seinen Pflanzen, Fischen und anderen Tieren wieder zum Leben. Damit dieses kleine Biotop auch weiterhin einen gesunden Lebensraum für seine Bewohner bleibt, ist die Teichreinigung im Frühjahr wichtig. Während der Ruhephase im Winter sammeln sich äußere Einträge wie Blätter oder Laub am Boden ab und bilden eine Schlammschicht. Diese kann das empfindliche Gleichgewicht des Teichs stören. Wie Sie den Gartenteich reinigen und was dabei zu beachten ist, ist im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Gartenteich reinigen: Warum ist das wichtig?

Ein gepflegter Teich ist ein echter Blickfang im Garten und bietet Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Insekten. Bei einem Gartenteich handelt es sich dabei um ein künstlich geschaffenes Biotop, das empfindlich auf Umwelteinflüsse reagiert. Im Gegensatz zu natürlichen Gewässern fehlt hier ein natürliches Gleichgewicht.

Der Gartenteich als künstliches Biotop kann nicht so schnell auf äußere Einträge reagieren, wie ein größeres, natürliches Gewässer. Das hat zur Folge, dass herabgefallene Blätter, Pollen oder tote Insekten auf dem Teichgrund eine Schlickmasse bilden, die sich nur sehr langsam zersetzt. Dieser Prozess verbraucht Sauerstoff, der dem Teichwasser entzogen wird. Algen breiten sich unter diesen Bedingungen besonders gut aus, sodass der Sauerstoffgehalt weiter sinkt. Zwar kann Sauerstoff mithilfe einer Solar Teichpumpe zugeführt werden. Dies reicht aber häufig dann nicht mehr aus.

Das Teichwasser droht zu „kippen“. Um den Gartenteich hierbei zu entlasten, ist es notwendig, manuell einzugreifen und den Gartenteich zu reinigen. Nur so finden Pflanzen, Fische und Insekten einen gesunden Lebensraum.

Wann sollte man den Gartenteich reinigen?

Teichboden reinigen

Als Teichbesitzer stellt sich die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für die Reinigung des Gartenteichs ist. Prinzipiell sollte dies immer im Frühling gemacht werden. Das hat den Grund, dass sich über die Wintermonate verstärkt Schlamm auf dem Grund des Teichs sammelt. Dieser entsteht durch die Zersetzung von eingetragenem Laub, abgestorbenen Pflanzenteilen oder anderen organischen Bestandteilen.

Im Frühjahr steigen die Temperaturen und dies setzt den Faulprozess der Schlammschlicht in Gang, da der Gartenteich als künstlich angelegtes Biotop die eingetragenen Stoffe nicht schnell genug abbauen kann. Die Folge: Giftstoffe lösen sich vom Schlamm – das Teichwasser wird trüb und beginnt unangenehm zu riechen. Deshalb ist der Frühling ideal, um mit der Reinigung zu beginnen. Besonders gut eignet sich dabei der Zeitraum März April, wenn sich die Tagestemperaturen stabil bei ca. 10 Grad Celsius einpendeln.

Teich reinigen ohne Wasser ablassen

Häufig stellt sich bei Teichbesitzern die Frage, ob man den Gartenteich reinigen kann, ohne das Wasser abzulassen. Dies hängt vom Zustand des Teichwassers ab. Grundsätzlich ist es nicht ratsam, das Wasser komplett aus dem Teich abzulassen. Beim Gartenteich handelt es sich um einen kleinen, eigenen Mikrokosmos. Entnimmt man diesem „eingespielten“ Lebensraum das Wasser, können Mikrofauna und -flora zerstört werden.

Beim Gartenteich handelt es sich also um ein eigenes System, das grundsätzlich eigenständig funktionieren sollte. Nur selten sollte daher von außen eingegriffen werden. Und zu diesen wenigen Eingriffen gehört die jährliche Reinigung, um der Bildung von Faulgasen vorzubeugen.

In Ausnahmefällen, wenn das Teichwasser bereits gekippt ist, sollte das Teichwasser gänzlich getauscht werden. Denn hier ist das biologische Gleichgewicht bereits gestört und lediglich eine Reinigung wird in den meisten Fällen nicht ausreichen, um dieses Gleichgewicht wiederherzustellen.

Müssen Fische bei der Teichreinigung raus?

Wenn es sich lediglich um eine Reinigung handelt, bei der ein Teil des Schlamms vom Teichgrund entnommen wird, müssen die Fische bei der Teichreinigung nicht zwingend raus. Abhängig von der Teichgröße und der Menge des Schlamms, der entfernt wird, können die Fische während der Teichreinigung im Teich verbleiben. Hier sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Fische bei der Reinigung nicht verletzt werden und dass stets ausreichend Wasser im Teich vorhanden ist.

Gartenteich reinigen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Die folgenden drei Schritte beschreiben, wie Sie Ihren Gartenteich reinigen.

1. Teichpflanzen zurückschneiden
Zunächst sollten stark wuchernde Pflanzen zurückgeschnitten und ausgedünnt werden. Informieren Sie sich hier im Vorfeld, um welche Pflanzen es sich handelt und wie stark diese zurückgeschnitten werden dürfen. Der Rückschnitt regt zu neuem, kräftigen Wachstum an und verhindert gleichzeitig, dass sich die Pflanzen gegenseitig Luft und Nährstoffe entziehen.
2. Teichboden reinigen
Die Kernaufgabe bei der Teichreinigung ist die Entfernung des angesammelten Schlamms. Achten Sie aber darauf, dass sie diesen nicht vollständig entfernen. Im Schlamm befinden sich unzählige Mikroorganismen, die zum Gleichgewicht im Biotop beitragen.

Zum Entschlammen gibt es nun zwei Möglichkeiten. Sie können mit Schaufel und Eimer arbeiten. Effizienter und gründlicher gestaltet sich dies jedoch mit einem Schlammsauger. Mit diesem können Sie auch – abhängig von der Teichgröße – zunächst einen Teil des Teichwassers absaugen, um besser zum Teichboden zu gelangen.

Teichschlammsauger können in vielen Gartencentern oder Baumärkten ausgeliehen werden. Man sollte im Vorfeld aber prüfen, ob es sich preislich nicht lohnt, einen eigenen Teichschlammsauger zu besitzen. Bei time4wellness ist ein breites Angebot an Schlammsaugern für genau diese Einsatzzwecke erhältlich.

Bedenken Sie beim Entfernen des Schlamms stets daran, dass sich Tiere im Wasser befinden können. Auch wenn keine Fische eingesetzt sind, können sich Frösche oder Lurche im Teich aufhalten und sich aufgrund des Lärms im Schlamm zurückziehen.

3. Folie und Kies reinigen
Nachdem ein Teil es Schlamms aus dem Teich entfernt wurde, können nun weitere Bestandteile des Teichs gereinigt werden. Hierzu gehören Folie, Steine und Kies. Ausgestattet mit Dampfstrahler oder Schrubber können Ablagerungen nun sorgfältig entfernt werden. Besonders am Teichrand – zwischen Nass- und Landungszone – setzen sich häufig Verschmutzungen ab. In diesem Arbeitsschritt sollte auch die Teichfolie auf mögliche Schäden kontrolliert werden.

Pflegetipps für einen sauberen Teich

Um den Aufwand der jährlichen Teichreinigung möglichst gering zu halten und den Gartenteich als Biotop so wenig wie möglich zu beeinflussen, gibt es einige hilfreiche Tipps.

  1. Entfernen Sie Algen, Laub und Blätter, regelmäßig mit einem Kescher, sobald diese sich im Teich sammeln. Das verhindert, dass diese sich auf dem Teichgrund absetzen und faulen.
  2. Ein ausgewogener Mix an Teichpflanzen hilft, das Algenwachstum auf natürliche Weise zu hemmen. Informieren Sie sich im Fachhandel, welche Pflanzen besonders gut geeignet sind. Diese Pflanzen beanspruchen eine bestimmte Menge an Nährstoffen, die den Algen dann nicht mehr zur Verfügung stehen.
  3. Besonders im Herbst ist der Eintrag an Blättern sehr groß. Hier hilft es, ein Netz über den Teich zu legen.
  4. Sorgen Sie für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr im Teich. Teichpumpen und dekorative Wasserspiele können hierbei unterstützend wirken.
  5. Spezielle Teichfilter können verwendet werden, um das Teichwasser fortlaufend zu reinigen.

Fazit: Gartenteich reinigen

Ein gesunder Gartenteich bietet nicht nur Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. Auch für den Teichbesitzer stellt ein Gartenteich einen Ort der Erholung dar. Um sich lange am Gartenteich zu erfreuen, muss dieser gepflegt werden. Als kleines, künstliches Mikroklima reagiert ein Gartenteich sehr empfindlich auf die Umwelt. Einträge wie Blätter oder tote Insekten können nicht schnell genug eigenständig abgebaut werden. Es bildet sich fauliger Schlamm und der Teich droht zu kippen. Mit den oben genannten Tipps können Sie Ihren Gartenteich reinigen, um sich lange an ihm zu erfreuen.